FAQs

1. Wer oder was ist Harambee Deutschland?

Harambee Deutschland ist ein eingetragener Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, hilfsbedürftige Personen in Kenia zu unterstützen, insbesondere durch Förderung von Bildung und Erziehung mit der Absicht „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann daher für Zuwendungen Spendenquittungen ausstellen. Zur Zeit vermittelt und betreut Harambee Deutschland insbesondere Schulpatenschaften für Schüler/innen der Harambee Garden Primary School, der weiterführenden Moi Forces Academy in Mombasa und der Naivasha Girls Secondary School in Naivasha. Harambee ist Kisuaheli und bedeutet „Zusammenhalten, an einem Strang ziehen“.

2. Wie erfolgt diese Unterstützung?

Die Unterstützung erfolgt durch die Vermittlung und Betreuung von Schulpatenschaften sowie durch das Sammeln allgemeiner Spenden- und Fördergelder. Die Spenden- und Fördergelder werden im Fall der Moi Forces Academy und der Naivasha Girls Secondary School zur Abdeckung eines Teils der Schulgebühren der Schülerinnen und Schüler verwendet. Die Harambee Garden School wird zu einem großen Teil durch den Verein finanziert. Die Patenschaftsbeiträge und Spenden decken die meisten der  laufenden Kosten, das heißt die Gehälter der von der Schule angestellten Personen (Lehrer, Hilfskräfte), Kosten des allgemeinen Schulbetriebes, z.B. für Schulessen, Wandtafeln, Prüfungsmaterial, Prüfungsgebühren, Büromaterial und sonstiges Unterrichtsmaterial.

3. Seit wann gibt es diese Schulen?

Die Harambee Garden School am Rande von Mombasa ist noch im Aufbau.

Ein kleines Team engagierter Personen vor Ort hat seit 2004 nicht nur eine größere Gruppe von Kindern in einer Daycare-Einrichtung betreut, sondern auch zahlreiche Kinder in umliegenden Schulen, sowie solche, die nie eine Schule besuchen konnten. Die Kinder wurden zunächst in gemieteten Räumen untergebracht. Im Jahre 2009 erwarb der Verein eigenes Land und nach und nach werden Klassenräume errichtet. Seit 2012 werden alle Kinder auf unserem eigenen Gelände unterrichtet wenn auch zum Teil in provisorischen Klassenzimmern. Die Harambee Gardens School umfasst 3 Kindergartenklassen sowie die Klassen 1 bis 8.

Die Naivasha Girls Secondary School, am Rand des Rift Valley ist eine weiterführende Schule für Mädchen. Es handelt sich um eine Provinzschule, deren Schülerinnen zum Teil aus weit entfernten Regionen stammen und im Internat der Schule leben. Die Schule besteht als reine Mädchenschule seit 1975 und ist seit 2016 fünfzügig.

Die Moi Forces Academy besteht seit 2000 und ist eine gemischte vierjährige Tages- und Boarding Secondary School.

4. Wie werden die Patenkinder vor Ort betreut?

Die Schulleitung bzw. Projektleitung vor Ort stellt sicher, daß die Patenkinder regelmäßig am Schulunterricht teilnehmen. Sollte eine besondere Notsituation eintreten, die den Schulbesuch des Kindes behindert (schwere Krankheit o.ä.), wird Harambee Deutschland von der jeweiligen Schulleitung informiert. Sofern dem Schüler mit überschaubarem (finanziellen) Aufwand geholfen werden kann, kann mit dem Paten, dem Verein Harambee Deutschland und der Schulleitung gemeinsam eine Lösung gefunden werden. Zu diesem Zweck unterhält der Verein einen Notfallfond.

5. Welche Kinder und Jugendlichen werden an den Schulen aufgenommen?

Die Harambee Gardens Primary School in Mombasa nimmt zur Zeit Kinder vom Kindergartenalter bis zur 8. Grundschulklasse auf. Die Kinder kommen aus den umliegenden Wohngebieten. Die durch uns unterstützten Schüler/innen die die Moi Forces Academy besuchen sind Absolventen unserer Harambee Garden School welche sich durch sehr gute Leistungen qualifiziert haben. Ohne unsere Hilfe hätten sie keine Aussicht eine Secondary School zu besuchen. Die Naivasha Girls Secondary School nimmt neben Mädchen aus dem gesammten Rift Valley, auch Bewerbungen von Mädchen aus ganz Kenia an. Die aufgenommenen Schülerinnen haben sich durch besondere Leistungen bei ihrer Abschlußprüfung am Ende der Primary School ausgezeichnet.

6. Aus welchem Umfeld / welchen Lebensverhältnissen stammen die Schüler(innen)?

Die Kinder der Harambee Gardens School und der Moi Forces Academy in Mombasa stammen aus sehr armen Verhältnissen, die von AIDS und Arbeitslosigkeit geprägt sind. Sehr viele Kinder haben bereits mindestens ein Elternteil durch AIDS verloren. Ein hoher Prozentsatz der Eltern ist mit der Krankheit infiziert oder bereits erkrankt. Oftmals leben die Kinder auch bei einem Guardian (Vormund).
Die Schülerinnen der Naivasha Girls Secondary School kommen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen, nicht nur regional sondern auch sozial. Die Schülerinnen des Patenschaftsprogramms stammen zum Teil aus bitterarmen, entlegenen Regionen in Nordkenia. Ihre Familien verschulden sich auf Jahre hinaus, um ihren Töchtern den Besuch einer guten Schule zu ermöglichen.

7. Wie viele Schüler(innen) besuchen die Schulen?

Das Projekt in Mombasa betreut zur Zeit ca. 440 Schüler(innen) von denen die überwiegende Zahl durch eine Patenschaft unterstützt wird. Die Naivasha Girls Secondary School wird von ca. 1100  Schülerinnen besucht. Dort werden zur Zeit etwa 75 bedürftige Schülerinnen durch Patenschaften unterstützt.
Die Moi Forces Academy wird von ca. 470 Schülern besucht. Unser Verein unterstützt dort momentan 35 Schüler/innen.

8. Wo finde ich aktuelle Photos aus den Schulen?

 Die genaue Adresse unserer Alben erfahren Paten in unserem Forum. Es kommen immer wieder neue Bilder hinzu.

PATENSCHAFTEN (Patenschaftsbeiträge, Verlauf der Patenschaft etc.) 

9. Wer kann eine Patenschaft bei Harambee Deutschland übernehmen?

Eine Patenschaft bei Harambee Deutschland kann jede volljährige Person übernehmen. Grundlage der Patenschaften sind die Patenschaftsleitlinien, die im allgemeinen Teil unseres Forums nachgelesen werden können.

10. Wie hoch sind die Patenschaftsbeiträge?

Der Patenschaftsbeitrag für ein Kind der Harambee Gardens School in Mombasa beläuft sich auf 13,- € pro Monat und beinhaltet das Frühstück und ein warmes Mittagessen. Für eine Schülerin der Naivasha Secondary School beläuft sich der monatliche Patenschaftsbeitrag auf 20,- bzw. 25 €. Für unsere Schüler/innen der Moi Forces Academy belaufen sich die Gebühren ebenfalls auf 25,- €.

11. Wird der Patenschaftsbeitrag an das Kind oder seine Familie ausbezahlt?

Nein. Harambee Deutschland legt großen Wert auf die Kontrollierbarkeit der Mittelverwendung, und diese wäre bei einer direkten Auszahlung nicht gegeben. Die Patenschaftsbeiträge werden an die jeweilige Schulleitung überwiesen, die für deren Verwendung Nachweise erbringen muß.

12. Was genau wird von diesen Patenschaftsbeiträgen bezahlt?

In der Harambee Garden School Mombasa werden die Patenschaftsbeiträge für die laufenden Kosten des Schulbetriebs verwendet, insbesondere für Lehrergehälter sowie Unterhaltskosten (z.B. Schulbücher, Schul- und Büromaterial, Schulbänke, Wandtafeln, sonstige Möblierung). Außerdem wird ein Anteil der Beiträge für ein Essensprogramm verwendet. Dadurch kommen die Patenschaftsbeiträge nicht nur dem einzelnen Patenkind, sondern vielmehr dem gesamten Schulprojekt zugute.
In der Naivasha Girls Secondary School und der Moi Forces Academy werden die Patenschaftsbeiträge ausschließlich dem Schulkonto der jeweilig unterstützten Schüler/in gutgeschrieben. Hier kommen die Beiträge also ganz konkret dem einzelnen Patenkind zugute.

13. Wann und wie sind diese Beiträge zu entrichten?

Die Patenschaftsbeiträge werden zum 1. des Monats fällig. Sie werden per Dauerauftrag unter Namensangabe des unterstützten Schülers/der unterstützten Schülerin auf das entsprechende Vereinskonto gezahlt.

14. Bekomme ich für die Patenschaftsbeiträge eine Spendenquittung?

Harambee Deutschland ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein und kann Spendenquittungen ab 100,- € ausstellen. Quittungen für alle im Laufe eines Jahres auf unsere Konten eingegangenen Beträge werden zu Beginn des Folgejahres (meist im Februar) unaufgefordert zugesandt.

15. Besteht die Möglichkeit, mein Patenkind oder dessen Familie über die genannten Beiträge hinaus konkret finanziell zu unterstützen?

Harambee Deutschland nimmt das Konzept der Schulpatenschaft sehr ernst und legt großen Wert auf die Kontrollierbarkeit der Verwendung der geleisteten Spenden. Es besteht die Möglichkeit sich an sogenannten Aufrufenwie z.B. Schulmaterial, Hygiene, medizinische Versorgung und Bekleidung für sein Patenkind und/oder für für unbepatete Kinder zu beteiligen.

16. Bekomme ich auch für Spenden für Schuluniformen, Schulbücher etc. eine Spendenquittung?

Ja, alle im Laufe des Jahres auf unseren Konten eingehenden Zahlungen werden bei der Erstellung der Spendenquittungen berücksichtigt.

17. Wird von dem Patenschaftsgeld auch Nahrung für das Kind bereitgestellt?

In der Harambee Garden School Mombasa erhält jedes Kind Frühstück und ein warmes Mittagessen. Um dies auch in Zukunft weiterhin gewährleisten zu können und das Essen noch vitaminreicher zu gestalten, bemüht sich Harambee Deutschland weiterhin um zusätzliche Spenden.

18. Wird das Patenkind mit dem Patenschaftsbeitrag auch medizinisch betreut?

Harambee Deutschland e.V. unterhält einen Notfallfond für dringende medizinische Notfälle. Dieser wird auch durch jede Bestellung, die über den Link in unserem Forum oder unserer Homepage: www.amazon.de erfolgt , mitgetragen.

19. Wie lange dauert eine Patenschaft?

Patenschaften sind im Idealfall eine langfristige Form der Unterstützung für ein bestimmtes Kind oder einen bestimmten Jugendlichen. Prinzipiell ist vorgesehen, dass die Schüler(innen) während der gesamten Grundschulzeit an der Harambee Garden School Mombasa unterstützt werden können.
Die Schüler/innen der Naivasha Girls Secondary School sowie der Moi Forces Academy können während der ganzen Oberstufenzeit, also vier Jahre lang unterstützt werden.

20. Wann und wie endet eine Patenschaft bei Harambee Deutschland?

Eine Patenschaft endet, wenn das Patenkind keine der von Harambee Deutschland unterstützten Schulen mehr besucht, wenn der Pate die Patenschaft kündigt oder durch den Verein, wenn der Pate gemäß Punkt 22 dem Verein und/oder anderen Paten schadet. Wenn das Patenkind die Schule verläßt, kann auf Wunsch die Patenschaft für ein neues Patenkind übernommen werden.

21. Wann und wie kann eine Patenschaft bei Harambee Deutschland seitens des Paten gekündigt werden?

Natürlich ist eine möglichst lange finanzielle Unterstützung und somit Förderdauer für ein Patenkind und seine Schule wünschenswert. Sollte es dennoch der Wunsch des Paten sein, kann er eine Patenschaft jederzeit kündigen. Die Kündigung tritt dann jeweils zum 1. eines übernächsten Monats in Kraft. Bereits gezahlte Patenschaftsbeiträge sind bereits an unsere Schulen weitergeleitet worden und können daher nicht zurückerstattet werden.

22. Wann kann eine Patenschaft seitens Harambee Deutschland gekündigt werden?

Eine Patenschaft in der Harambee Garden School wird gekündigt, wenn ein Pate trotz Erinnerung unsererseits den zweiten ausstehenden Monatsbetrag nicht gezahlt hat. Eine Patenschaft an den Secondary Schools also der Naivasha Girls und der Moi Forces Academy gilt seitens des Vereins als gekündigt wenn einen Monat ohne Rücksprache keine Patenschaftsbeiträge eingehen. Diesen Schritt behalten wir uns vor da die Zahlungen direkt an die entsprechenden Schulen gehen. Darüber hinaus kann eine Patenschaft beendet werden, wenn ein Pate die vorgenannten kenianischen Schulen bzw. Harambee Deutschland allgemein oder dessen Ansehen schädigt, oder Unfrieden in den Schulen bzw. im Verein Harambee Deutschland stiftet. Insbesondere ist die Schädigung der Zusammenarbeit von Harambee Deutschland mit den Schulleitungen in jedem Fall zu vermeiden. Über eine derartige Beendigung entscheidet der Vereinsvorstand mit einfacher Mehrheit.

23. Kann ich mir mein Patenkind selbst aussuchen?

Selbstverständlich. Harambee Deutschland stellt immer wieder Kinder und Jugendliche unter der Rubrik Patenkinder vor, die derzeit einen Paten oder eine Patin benötigen. Daneben kann aber auch eine Patenschaft nur mit der Angabe von Geschlecht, Schule (Primary oder High School), ungefährem Alter bzw. Wunschschulklasse beantragt werden.

24. Wird ein Patenkind an mehrere Paten vermittelt?

Nein, jedes Patenkind wird grundsätzlich nur an einen Paten vermittelt.

25. Was muß ich tun, wenn ich die Patenschaft für ein Kind oder eine Jugendliche übernehmen möchte?

Wenden Sie sich bitte per Email mit der Angabe des Namens des gewünschten Kindes oder Jugendlichen sowie Ihrer vollständigen Adresse und Telefonnummer an uns.

26. Bekomme ich ein Photo oder sonstige Informationen über mein Patenkind?

Bei Abschluß der Patenschaft für ein Primary School Kind oder eine/n Schüler/in der Moi Forces Academy erhalten sie von uns eine Kurzbiographie ihres Patenkindes sowie ein Foto per E-mail. Von den Schülerinnen der Secondary School erhalten Sie ein Foto per E-mail sowie einen handschriftlichen Vorstellungsbrief der Schülerin per Post. Außerdem erhalten Sie dreimal jährlich das jeweilige aktuelle Schulzeugnis Ihres Patenkindes und können sich so von seinen Fortschritten überzeugen. Die Ergebnisse der Harambee Garden School werden in Form von Exeltabellen im Forum eingestellt. Auch die Zeugnisse der Moi Forces Academy werden zur Zeit als scan im Forum veröffentlicht. Einmal jährlich erhalten Sie ein aktuelles Photo Ihres Patenkindes. Darüber hinaus erstellen wir immer wieder Videos/DVDs aus dem Projekt und stellen aktuelle Photos aus den Schulen zur Verfügung, so daß Sie sich einen aktuellen Einblick in das Leben an den Schulen verschaffen und mit etwas Glück auch Ihr Patenkind vermutlich häufiger als auf dem einen Bild pro Jahr erspähen können. Eine Garantie dafür kann aber aus verständlichen Gründen nicht übernommen werden.

KONTAKT MIT DEM PATENKIND, BRIEFE, BESTELLUNGEN, GESCHENKE etc. 

27. Wo finde ich die Preise und Termine für Bestellungen?

Bestelltermine und Preise werden durch das Forum und durch Rundmails bekannt gegeben.

28. In welcher Form kann ich mit meinem Patenkind in Kontakt kommen?

Kontakt in Form von Briefen ist sehr erwünscht. Der Briefversand erfolgt per Sammelpost nach Kenia, d.h. die Paten schicken ihre Briefe bis zu einem festgelegten Termin an eine Adresse in Deutschland; die eingegangenen Briefe werden einmal monatlich an die Schulen weitergeleitet. Dafür leisten die Paten einen Portoersatz von 1,25 € für Briefe bis 50g. Details zum Postversand sowie die entsprechenden Termine finden sich in unserem Forum.
Die Schulleitungen nehmen die Post entgegen und geben sie an das Patenkind weiter. Umgekehrt werden die Briefe der Kinder und Jugendlichen von den Schulleitungen gesammelt und an die Verantwortlichen von Harambee Deutschland gesendet, von wo aus sie dann an die jeweiligen Paten weitergeleitet werden.

29. Wieso kann ich meinem Patenkind nicht an dessen Privatadresse und mein Patenkind umgekehrt nicht direkt an mich schreiben?

Wir möchten damit verhindern dass die Adressen der Paten vor Ort in falsche Hände gelangen können. Zudem gibt es in Kenia keine Postzustellung an Privatadressen sondern nur an Postfächer. Kaum eine unserer Familien verfügen über ein solches Postfach. Briefe würden in den meisten Fällen die Kinder gar nicht erreichen, und umgekehrt haben die Kinder und Familien keine finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten selbstständig Post an die Paten zu versenden.

30. Wie oft kann ich meinem Patenkind schreiben?

Sie können Ihrem Patenkind einmal pro Monat schreiben. Die Schüler(innen) freuen sich sehr über Post von ihren Paten.

31. In welcher Sprache kann ich mit meinem Patenkind kommunizieren?

Die Schulsprache in Kenia ist Englisch. Die Schüler(innen) lernen dies von der Baby Class an. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre Briefe auf Englisch zu schreiben. Einen Übersetzungsdienst können wir leider nicht anbieten, aber ein entsprechender Aufruf in unserem Forum wird bestimmt den einen oder anderen hilfsbereiten und sprachkundigen Mitpaten erreichen.

32. Wie oft kann ich mit Post von meinem Patenkind rechnen?

Das hängt natürlich vom Alter, Entwicklungsstand und der Schreiblust der Patenkinder ab. Dreimal jährlich, zusammen mit den Term-Zeugnissen, bekommen Sie auf jeden Fall eine persönliche Nachricht oder eine Zeichnung Ihres Patenkindes. Viele Kinder und vor allem Jugendliche schreiben aber auch sehr viel häufiger. Die Verantwortlichen vor Ort ermutigen die Schüler(innen) dazu und unterstützen sie dabei.

33. Wovon wird das Porto für die Briefe bezahlt, die von meinem Patenkind an mich gesendet werden?

Der Transport der Briefe von Kenia nach Deutschland wird durch den Verein übernommen. Wir bitten darum, das Porto innerhalb Deutschlands zu ersetzen, da wir diese Verwaltungskosten nicht zu Lasten der Patenschaftsbeiträge tragen möchten. Dieser Portoersatz kann, wie im Forum im entsprechenden Bereich genauer beschrieben, auch überwiesen werden. Wir bieten außerdem in unregelmäßigen Abständen Videos und DVDs aus den Projekten an, durch die Sie einen besonderen, aktuellen Einblick in das Leben an den Schulen erhalten können. Von dem Erlös werden die Verwaltungskosten mitgetragen.

34. Kann ich meinem Patenkind auch Geschenke schicken?

Wir bieten regelmäßig Bestellmöglichkeiten für Schulkleidung und Schulmaterial vor Ort an. Kleinere Beilagen bis zu 50 gr. in den Briefen sind möglich. Näheres dazu im Forum.

35. Gibt es so etwas wie eine Posteingangsliste?

Ja. wir bekommen von den Schulleitungen den Eingang unserer Sammelpost bestätigt

36. Was soll ich tun, wenn mein Patenkind mich um etwas (ein bestimmtes Geschenk, eine Einladung nach Deutschland, Unterstützung für die Familie) bittet?

Die Schulleitungen vor Ort und Harambee Deutschland sind bemüht, solchen Bitten möglichst Einhalt zu gebieten. Natürlich haben die Patenkinder Wünsche, und meistens haben sie sehr unklare Vorstellungen davon, was die Vermögensverhältnisse ihrer Paten und die Möglichkeiten unseres Schulprojekts betrifft. Oft sind die Paten auch die einzigen, denen sie sich mit ihren Sorgen und Hoffnungen anvertrauen können. Wir empfehlen Ihnen, diese Bitten entweder zu ignorieren oder dem Patenkind in so einem Fall deutlich zu machen, daß Sie nicht in der Lage und auch nicht gewillt sind, ihm jeden Wunsch zu erfüllen, daß vieles auch Ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigt, ebenso wie die von Harambee Deutschland. In der Regel werden solche Erklärungen sehr gut hingenommen, und das Kind wird sich dadurch auch nicht zurückgesetzt fühlen. Wenn derartiges überhand nimmt, bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen, damit wir die jeweilige Schulleitung veranlassen können, mit dem Kind zu sprechen und der Sache auf den Grund zu gehen (oft stecken Verwandte o.ä. hinter solchen Wünschen).

37. Kann ich mein Patenkind bzw. die Schulen auch besuchen?

Ein Besuch ist nach Absprache mit dem Vorstand grundsätzlich möglich. Er setzt sich dann mit den Schulleitungen in Verbindung und wird den Besuch ankündigen, der eine willkommene Abwechslung für die Schüler ist.

38. Kann ich mein Patenkind zu mir einladen?

Nein. Dies können wir zum Schutz der Kinder nicht verantworten.

VERMISCHTES 

39. Welches Schulsystem herrscht in Kenia?

In Kenia herrscht das britische Schulsystem Es gibt 3 Kindergartenklasen(KG1, KG2, KG3 oder auch Baby Class, Nursery und Preunit genannt) an die sich dann die Primary School Klassen 1-8 anschließen. Die High School umfaßt die Stufe 9-12, genannt Form 1-4. Am Ende der Primary School stehen die KCPE Prüfungen, die über eine Aufnahme in die High School entscheiden. Am Ende der High School stehen die KCSE Prüfungen, von deren Abschneiden der Besuch einer Universität oder eines Colleges abhängen.

40. Wie ist das Schuljahr in Kenia eingeteilt?

Das Schuljahr ist in 3 Terms unterteilt. Term 1 dauert von Januar bis März, Term 2 von Mai bis Juli und Term 3 von September bis November. Am Ende jeden Terms stehen Term-Abschlußprüfungen. Danach (d.h. in den Monaten April, August und Dezember) sind jeweils einen Monat lang Schulferien, die von unseren Schulen oftmals gekürzt werden durch das Ansetzen von Zusatzunterricht (Tuition) für bestimmte Klassen.

41. Mein Patenkind unterschreibt mit unterschiedlichen Namen, was hat es damit auf sich?

In Kenia haben die Kinder meistens 3 Namen, oft einen englischen oder arabischen Vornamen, einen kenianischen Namen und einen Familienamen.Die kenianischen Namen geben meist Aufschluss über die Stammeszugehörigkeit. Die Schreibweisen sind, da die Schriftkultur dort nicht so eine lange Tradition hat wie bei uns, oft nicht eindeutig festgelegt. So gibt es die unterschiedlichsten Schreibweisen z.B. für Hedly/Hardley/Hadley/Hedley, Rhoda und Rhodah oder Kamisi und Hamisi. Oft wird der Familienname gar nicht benutzt sondern nur der englische sowie der Stammes(vorname). Das ist nicht ungewöhnlich, wenn auch für uns gewöhnungsbedürftig. Bei älteren Schülern ergibt sich der korrekte Name aus der Unterschrift in ihren Briefen. Bei den jüngeren Schülern empfiehlt sich der Blick auf die Namensschreibung im letzten Zeugnis.

42. Wird in Kenia Geburtstag gefeiert?

Traditionell eher nicht, allerdings ist dieser Brauch dank der Paten in unserem Schulprojekt nun insofern übernommen worden, als die Kinder sich über Glückwünsche oder eine Karte zum Geburtstag freuen. Wahrscheinlich werden Sie der oder die erste sein, der dem Kind zu seinem Geburtstag gratuliert. Allerdings sollten Sie sich bewußt sein, daß die meisten Kenianer ihren Geburtstag nicht kennen, keine Geburtsurkunde, keinen Paß o.ä. besitzen. Der Tag, den die Kinder und Jugendlichen als Geburtstag nennen, wird also in der Regel nicht ihr „wirklicher Geburtstag“ sein, sondern der, der ihnen von irgendjemandem als Geburtstag genannt wurde oder der ihnen am besten gefällt. Es kann auch vorkommen, daß Kinder und Jugendliche dazu zu verschiedenen Zeiten verschiedene Angaben machen. In diesem Fall empfiehlt es sich, beim Patenkind nachzufragen, welchen Tag das Kind denn nun als seinen Geburtstag kennt.

43. Mein Patenkind macht unterschiedliche Angaben zu den Familienmitgliedern, Brüdern, Schwestern etc., was soll ich davon halten?

Auch dies ist in Afrika ein bekanntes und nicht zu lösendes Problem. Die Familienstrukturen sind dort meist anders definiert als bei uns. Cousins oder Cousinen, die für einige Zeit bei dem Patenkind wohnen, werden schnell zu Brüdern oder Schwestern. Geschwister, die zur Zeit nicht vor Ort sind, werden manchmal von den Kindern nicht als Geschwister angegeben, ein bei der Familie wohnender Onkel oder eine Tante kann schnell zu einer zweiten Mutter oder einem zweiten Vater werden. Diese Zusammenhänge sind kulturell bedingt und können nicht von uns im einzelnen analysiert werden.

44. Was ist ein „Guardian“?

Ein Guardian ist ein Vormund, der ein Waisenkind betreut. Meistens, aber nicht zwingend, handelt es sich dabei um einen Verwandten.

45. Wo kann ich weitere Informationen über Harambee Deutschland und Antwort auf sonstige Fragen erhalten?

Bei Fragen aller Art können Sie sich jederzeit gern per Email an uns wenden.

BITTE NICHT VERGESSEN: 

46. Die Patenschaftsleitlinien von Harambee Deutschland e.V. gelten zwingend für alle Paten. Ihr Text kann im allgemeinen Teil unseres Forums eingesehen werden.